Grossglocker 3798m
Traumhafte Herbsttour über den Stüdlgrat auf den Grossglockner! Am ersten Tag Vom Parkplatz Lucknerhaus zur Stüdlhütte. Die auf 2800m gelegene Hütte ist außergewöhnlich schön und bietet hervorragendes Essen. Reservieren! Die Hütte ist bei schönem Wetter praktisch immer voll. Am zweiten Tag mit den ersten Sonnenstrahlen über den Stüdlgrat hinauf zum Gipfel des Grossglockners. Wir hatten Bergführer Wolfi dabei, der uns in 3 Stunden von der Hütte auf den Gipfel gebracht hat. Abstieg über das Glocknerleitl zur Adlersruhe und schließlich über das Ködnitzkees bergab, vorbei an der Stüdlhütte wieder zum Parkplatz.
Zwei persönliche Anmerkungen zum Massenauflauf und zur Frage “Wie schwierig ist der Glockner nun wirklich”.
Am Glockner ist immer viel los, das weiß man vorher. Auch am Stüdlgrat ist immer viel los. Wobei sich hier die Seilschaften ganz gut verteilen und eigentlich keine Stauartigen Zustände entstehen. Man kann am Stüdlgrat auch gut überholen, wobei wir das fast übertrieben haben und Wolfi selbst in den schwierigsten Stellen den “Blinker” ausgefahren hat. Wirklichen Stau gibt es ganz oben zwischen Grossglockner und Kleinglockner bis hinunter zum Glocknerleitl. Das weiß aber auch jeder vorher und mit der richtigen Gelassenheit stört das mE das Erlebnis nicht wirklich.
Der Stüdlgrat ist eine hochalpine Kletterroute. Schwierigste Stelle 3+/IV-. Es gibt zwei Stellen mit kurzen Stahlseilversicherungen, zweimal eine “Hilfskordel” und zahlreiche Bohrhacken und Eisenstangen zum Sichern. Wer nicht wirklich (alpine) Klettererfahrung hat sollte sich meines Erachtens einem Bergführer anvertrauen, damit die Tour Spass macht. Vor allem das Sichern und die Routenfindung brauchen sonst enorm viel Zeit. Immer wieder brauchen Seilschaften bis zu 10 Stunden für den Stüdlgrat und geraten in die Dunkelheit, Steinschlag, Nebel etc.! Der Normalweg ist meines Erachtens ebenso nicht zu Unterschätzen. Auch das Glocknerleitl eignet sich bei hartem Firn wunderbar zum Abstürzen. Beim Übergang zwischen Kleinglocker und Grossglockner muss man in die luftige Gloccknerscharte absteigen. Hier _muss_ gesichert werden und wer dass nicht kann sollte es bleiben lassen, oder eine Profi dabei haben.